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Die Angst vor dem Feuerteufel

EBERSBACH - Die Hinweise verdichten sich, dass das Feuer, bei dem am Donnerstag eine Scheune in Büchenbronn zerstört wurde, vorsätzlich gelegt wurde. Andere Möglichkeiten scheiden laut Polizeisprecher Uli Stöckle aus.

"Jedes Mal, wenn man die Sirene hört, kriegt man Gänsehaut." Wie dieser Anwohnerin geht es vielen Büchenbronnern. "Die Angst ist spürbar", sagt Ortswart Hans-Dieter Aschbacher - die Furcht, dass in dem idyllischen Flecken am Rande des Schurwalds ein Feuerteufel am Werk ist. Fünf Brandstiftungen listet die Polizei aus den vergangenen zwölf Jahren auf, darunter auch das Feuer, das am Donnerstag in der Schorndorfer Straße die Scheune zerstört hat, in der Jörg Schumacher wertvolle Sammlerstücke seines Jahrmarkts "Dimido" gelagert hatte.

Eine natürliche oder technisch bedingte Brandursache könne nach den bisherigen Ermittlungen ausgeschlossen werden, erklärt Polizeisprecher Uli Stöckle auf Anfrage. Jedoch sei noch nicht geklärt, auf welche Weise das Feuer gelegt worden sei. Die Polizei sei mit Spürhunden in das niedergebrannte Gebäude gegangen, jedoch habe es keine Hinweise auf Brandbeschleuniger gegeben. Alle fünf Brände der vergangenen zwölf Jahre waren in Scheunen gelegt worden - allein vier Mal brannte es in der Schorndorfer Straße in unmittelbarer Nähe des jüngsten Brandortes.

Die Serie begann am 16. August 1998 gegenüber Schumachers Haus, als ein Fachwerkschuppen in Flammen aufging. Ein Jahr später brannte auf demselben Grundstück eine an ein Wohnhaus angrenzende Scheune nieder. Dann war vier Jahre Ruhe, bis im Mai 2003 eine verschlossene Scheune im Gewann "Hintere Wiese" ausbrannte und zwei Jahre später wiederum ein an ein Wohnhaus in der Schorndorfer Straße angebauter Schuppen. Auf der Suche nach dem oder den Tätern tappt die Polizei im Dunkeln.

Jörg Schumacher ist auch noch Tage nach dem Brand am Boden zerstört. Vor neun Jahren waren einige seiner unter der Strutbrücke in Ebersbach abgestellte historische Zirkuswagen angezündet und zerstört worden. Nun wurden neben der Scheune auch Zugmaschinen und wesentliche Teile seines historischen Jahrmarkts ein Raub der Flammen. Der 66-Jährige erstellt gerade eine Inventarliste: Das Riesenrad, wesentliche Teile des Kettenfliegers, die wertvollsten und nicht ersetzbaren Stücke seiner Sammlung hatte Schumacher zum Überwintern in der Scheune gelagert. "Da kommen einem die Tränen", sagt der Mann und versteht die Welt nicht mehr.

Quelle: 04.05.2010, Neue Württembergische Zeitung (NWZ), KARIN TUTAS

 
 
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