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Großbrand in Schlierbach verursacht Millionenschaden

SCHLIERBACH - Mehrere Lagerhallen und ein Wohnhaus in Schlierbach wurden in der Nacht auf Sonntag ein Raub der Flammen. Ein Großeinsatz für die Rettungskräfte in der Region, die mit 140 Mann vor Ort waren.

Großeinsatz der Feuerwehr beim Vollbrand einer Fabrikhalle in Schlierbach. 1 von 42
Vor
Der Feuerschein war weithin sichtbar, berichten Augenzeugen. Und nicht nur die Schlierbacher, sondern auch die Einwohner umliegender Gemeinden wurden in der Nacht zu Sonntag durch das Geheul der Martinshörner aufgeschreckt. Ein Großbrand im Schlierbacher Industriegebiet verursachte einen Millionenschaden und hielt rund 140 Einsatzkräfte mit zig Fahrzeugen – darunter die Drehleitern aus Uhingen, Göppingen und Kirchheim – fast die ganze Nacht in Atem. „Es war einer der größten Einsätze im Landkreis in den vergangenen zehn Jahren“, erklärt Kreisbrandmeister Michael Reick.
Gegen 21 Uhr meldeten Anwohner das Feuer, das in einer Lagerhalle in der Siemensstraße ausgebrochen war. Binnen weniger Minuten war die Schlierbacher Feuerwehr vor Ort, deren Gerätehaus nur 100 Meter vom Brandort entfernt ist. Das Feuer wütete mit Macht und breitete sich in Windeseile auf den Gebäudekomplex mit mehreren Lagerhallen aus, berichtet der stellvertretende Schlierbacher Feuerwehr-Kommandant und Einsatzleiter, Michael Maurer.
Nach dem Eintreffen der Uhinger Feuerwehr, die mit ihrer Drehleiter ausgerückt war, habe sich schnell abgezeichnet, dass weitere Unterstützung erforderlich war. „Es war klar, dass es mit einzelnen Fahrzeugen nicht getan war, deshalb haben wir ganze Löschzüge aus Göppingen, Ebersbach Eislingen und Kirchheim angefordert“, erklärt Michael Reick, der von einem Feuerwehr-Kameradschaftsabend in Geislingen an den Brandort geeilt war.
Die Situation vor Ort sei prekär gewesen, sind sich Reick und Maurer einig. Neben Verpackungsmaterial, Kosmetikartikeln, Holzpaletten, Tierstreu und Fahrzeugen hätten sich in einer der Hallen unter anderem auch Fässer mit Chemikalien befunden. Von diesen sei nach Erkenntnissen der Brandbekämpfer jedoch keine Gefährdung ausgegangen. Jedoch seien die Anwohner vorsorglich gewarnt und aufgefordert worden, wegen der starken Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen zu halten. Ein Wohnhaus in der Nachbarschaft musste vorsorglich geräumt werden.
Gefahr drohte jedoch von einem Flüssiggas-Tank, der inmitten des Flammenmeeres stand und zu explodieren drohte. „Das hätte ein Fiasko gegeben“, sagt der Kreisbrandmeister. Mit tausenden Liter Wasser aus mehreren Rohren sei es jedoch gelungen, den Behälter zu kühlen. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, seien hunderte Meter Schlauchleitungen verlegt worden.
Eine weitere Herausforderung sei es gewesen, das Übergreifen der Flammen auf weitere Produktions- und Lagergebäude zu verhindern. Nach knapp zwei Stunden war diese Gefahr gebannt. Die beengte örtliche Situation und die mit Deckenpaneelen verkleideten Hallen hätten die Löscharbeiten erschwert. „Wir kamen an das Feuer nur schwer heran“, sagt Einsatzleiter Maurer. Gegen 4 Uhr morgens habe sich die Situation etwas entspannt. „Ein Bagger hat die Deckenpaneele entfernt, um an die Glutnester heranzukommen“, berichtet Michael Reick. Auch ein Wohnhaus auf dem Gelände brannte komplett aus. Die dort wohnende Familie hatte Glück im Unglück. Als der Brand ausbrach waren die Bewohner zu Besuch bei Verwandten, wo sie eine vorläufige Bleibe gefunden haben.
Zahlreiche Schlierbacher pilgerten gestern in die Siemensstraße und betrachteten teils fassungslos das sich bietende Bild der Zerstörung. Auch am Samstagabend hatten hunderte Schaulustige den Kampf der Einsatzkräfte gegen die Flammen verfolgt. Wie es zu dem verheerenden Brand kommen konnte, ist bislang nicht klar. Die Kriminalpolizei Göppingen ermittelt.

Quelle: 21.10.2012, Neue Württembergische Zeitung (NWZ), KARIN TUTAS

 
 
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